Lux negativ

Lichtleere_Räume_Panorama

(Foto: Christoph Liepach)

 

Die Elektrifizierung wäre ohne die Glühbirne wohl nicht so ein durchschlagender Erfolg geworden. Strom wird in den letzten Generationen assoziativ mit Licht verbunden und ist in dieser Weise tief in unserer Vorstellung verankert. Die Verbreitung von Strom führte zwangsläufig auch zu einer Ausdehnung von Licht. Lichtverschmutzung in den Städten und auf dem Land erweitert die Liste der negativen Einflüsse der Menschheit.

Christoph Liepach suchte für seine Fotografien lichtleere, jedoch elektrifizierte Orte. In fast völliger Dunkelheit fing der digitale Sensor seiner Kamera einzelne Licht-Informationen ein, die während der Aufnahme nur erahnt werden konnten. Für seine Arbeit „Lux negativ“ hat er diese Information für das menschliche Auge wieder sichtbar gemacht. Wie ein Archäologe legte er dabei Schicht für Schicht in der digitalen Bilddatei frei und rekonstruiert Farben und Strukturen jener Orte, die er selbst nicht sah.

 

Lux negativ #5 #9 #14 / 2018, 150 cm x 45 cm, gerahmt


 

Die Arbeit war Teil der Ausstellung „Lichtleere Räume“ vom 02.06. – 29.06.2018 / DIE FLIESENGALERIE, Jahnallee 69, 04177 Leipzig

 

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